Wundbehandlung mit Honig

Honig ist ein Naturprodukt. Dieses Lebensmittel wird von Bienen hergestellt und vom Imker geerntet. Die Anforderungen an einen Honig, der in der Apitherapie verwendet werden soll, sind allerdings höher, auch aus haftungsrechtlichen Gründen.

Im Rahmen der Apitherapie setzen wir Honig zur Wundbehandlung ein. Bevor die modernen Medikamente entdeckt wurden, galt Honig auf der ganzen Welt als das beste Mittel, um schlecht heilende Wunden zu behandeln. Heute nehmen Antibiotikaresistenzen zu und der Honig erlebt eine Renaissance. Zur modernen Wundbehandlung wird auf schlecht heilende Wunden ein so genannter medizinischer Honig aufgetragen. Bei diesem Honig kann man sich darauf verlassen, dass er frei von Keimen ist und dass ein hoher Wirkstoffgehalt gemessen wurde.

Zur Behandlung chronischer Wunden in bestimmten Wundheilungsstadien ist dieser Medihoney sehr gut geeignet. Für eine erfolgreiche Behandlung ist ein ganzheitlicher Ansatz wichtig, der auch die aktuelle Immunabwehr des Patienten mit berücksichtigt.

Honigmassagen zur Unterstützung der inneren Organe

Honigmassage zur Entgiftung
Honigmassage, Bild khorzhevska

 

Honigmassagen sind eine ganz besondere Erfahrung. Dazu wird ein guter Honig auf die gesunde Haut aufgetragen und mit den Händen einmassiert. Die Haut wird durch das natürliche Peeling besser durchblutet – ein sehr positiver Nebeneffekt! Insgesamt wird das Gewebebild verbessert, die Muskulatur entspannt sich und die Beweglichkeit nimmt zu. Vor allem ein festes Bindegewebe fühlt sich anschließend oft erstaunlich weich an. Viele Menschen empfinden diese Massage als sehr entspannend, ausgleichend und vitalisierend.

Honigmassagen wirken nicht nur auf die Haut und die Muskulatur. Am Rücken liegen so genannte Reflexzonen: nervliche Verbindungen zu den inneren Organen. Deshalb können Honigmassagen am Rücken auch innere Organe wie Zwerchfell, Speiseröhre, Magen, Bauchspeicheldrüse, Leber, Gallenblase, Darm, Blase oder Nieren stimulieren. Außerdem wird der Lymphfluss angeregt.

Wir setzen deshalb häufig Honigmassagen bei Patienten ein, deren innere Organe stark belastet sind. Wenn beispielsweise Leber, Niere oder Darm geschwächt sind, wenn eine chronische Müdigkeit oder Überlastung besteht.

Honiginfusionen

Diese apitherapeutische Maßnahme ist bei uns relativ unbekannt. Zu Unrecht! Die intravenöse Gabe von Honiglösung ist eine praktikable Methode zur Behandlung der Gefäßwände oder zur Prävention.