Im Mittelalter war das Schröpfglas lange Zeit das Zeichen des Arztes. Im Zuge der „Modernisierung“ der Medizin geriet aber diese über hunderte von Jahren bewährte Therapie in die Vergessenheit. Erst durch die traditionelle chinesische Medizin, in der Schröpftherapie auch eine wichtige Rolle spielt, hielt das Schröpfen wieder Einzug in die westliche Naturheilkunde.

Zunächst werden Gelosen, tastbare Verdickungen im Hautbereich, gesucht. Auf diese Hautpartien werden Schröpfköpfe aufgesetzt, vorher wird in den Schröpfgläsern in Unterdruck erzeugt. Dadurch saugen sich die Schröpfköpfe auf der Haut fest und bewirken durch den Unterdruck eine starke Stimulation der Haut. Es kommt Hämatombildung (Bluterguss) und infolge dessen zu einer verstärkten Durchbulutung dieser Hautregion. Als Folge hiervon werden Schlackenstoffe abtransportiert, Verspannungen gelöst. Es kann auch vorkommen, dass sich eine Blase mit Lymphflüssigkeit bildet. Dieses kann manchmal für den Patienten eher ungewöhnliche Ereignis ist sogar erwünscht und belegt die ausleitende Wirkung der Schröpftherapie.

Indem man die Schröpfkopfe auf Akupunkturpunkte aufsetzt, kann man auch eine energetische Wirkung gleichsam einer Akupunktur erzielen. Bewährt haben sich hierbei die Alarmpunkte der Akupunkturmeridiane.

Viele Menschen empfinden die Schröpftherapie als angenehm entspannend und entgiftend.

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